Projektdaten:

 Bauherr: privat

Gesamtfläche: ca. 300m² 

Baubeginn: 2005

Fertigstellung: 2007

Ausgangspunkt für die Planung des Wohnhauses war das Ziel, die Aufenthaltsqualität und die Topografie der idyllischen Obstwiese mit den Aufenthaltsräumen des Hauses zu verknüpfen.

Aufgrund der behördlichen Vorgabe einer Satteldachbebauung und in Zusammenhang mit den individuell ausgeformten Dächern der historischen und aktuellen Bebauung in der Umgebung enstand eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema des Satteldaches. Daraus entwickelt sich das Konzept, die neue Bebauung in drei Zonen zu unterteilen:

1) Das „Erdgeschoss” ist vollständig in die Erde eingegraben (Keller).

2) Das „Gartengeschoss” ist offen in die Obstwiese eingebettet.

3) Das darüber schwebende, körperhafte Dachgeschoss vervollständigt die Konturen zu einem scheinbaren Satteldachhaus-Typus.

Assoziativ ergibt sich eine ambivalente Wahrnehmung - zum Einen als ganz normales Satteldachhaus am Hang, das um die Masse des Gartengeschosses subtrahiert wurde, zum Anderen als scheinbar schwebendes Flugobjekt, das so die Offenheit des Gartengeschosses betont

Dieser suggerierte Schwebezustand ist ein gutes Beispiel dafür, dass Architektur, die immer an die Regeln der Schwerkraft gebunden ist, durch ein spezifisches Wahrnehmungskonzept und eine bildhafte Asso-ziation diese statischen Bedingungen scheinbar außer Kraft setzen kann.

Die konkrete Form basiert auf der Synthese dieser assoziativen Formfindung mit grundsätzlichen Kriterien wie Funktion, Konstruktion, Material, Belichtung etc.

Das Gartengeschoss wurde vollständig verglast, um den Innenraum fließend mit der Obstwiese zu verbinden. Die Obstwiese wurde innen und außen mit Boxen und Flächen „möbliert”.

Die Blechverkleidung des Dachgeschoss-„Flugkörpers“ entspricht der Ambivalenz von Dach und Karosserie.

 

 


Neubau Wohnhaus F.

Bauherr: privat

Gesamtfläche: ca. 300m² 

Baubeginn: 2005

fertigstellung: 2007


status: 01/2011